ERSTE ACTS BESTÄTIGT!

© Daniel Patlan

Ein schweifender Blick durch unser ELBJAZZ-Headquarter verrät: Etwas Großes bahnt sich an. Vor Wochen haben wir angefangen, Konfetti zu schnitzen, die Sekt-Bowle anzurühren und Partyhüte anzupinseln, denn: Das ELBJAZZ wird 10 Jahre alt! Zur allgemeinen Vorfreude dürfen wir ab heute bereits die ersten musikalischen Gäste für unsere Jubiläumssause herausposaunen.

Mit 82 Jahren gilt Archie Shepp als einer der einflussreichsten Legenden der Jazz-Geschichte. Er teilte sich die Bühne mit Musikern wie John Coltrane oder Don Cherry und prägte die Jazztradition sowie die Free-Jazz-Ära wie kaum ein anderer. Der „angry young man“ wirkte als soziales und politisches Sprachrohr einer schwarzen Musikerbewegung, was seine Arbeit bis heute beeinflusst. Wir sind stolz, dass der US-Saxophonist mit seinem Quartett beim ELBJAZZ eines seiner raren Europa-Konzerte bestreiten wird.

Spätestens seit dem Serien-Erfolg von „Babylon Berlin“ kann wohl niemand dieses Orchester bremsen: Das Moka Efti Orchestra lässt kein Tanzbein ungeschwungen und entführt das ELBJAZZ in eine rauschende Berliner Swing-Party, ganz im Stile der 20er-Jahre.

Was wir von einigen Jahren noch als Geheimtipp auf der MS Stubnitz präsentieren durften, fegt im kommenden Jahr dann auch den letzten Feinstaub aus dem Hafen: MOOP MAMA haben es mit ihrem unvergleichlichen Mix aus Brass-Band-Sound und Rap zu einem Aushängeschild der deutschen Musikszene geschafft.

Folgende Acts sind auf dem besten Wege, aus dem Geheimtipp-Schatten herauszutreten und sich im erweiterten Jazz-Kontext zu etablieren: 5K HD aus Österreich bauen gekonnt eine Brücke zwischen Experiment und Pop. Eine Band so vielschichtig, bedrohlich und aufregend wie unsere Gegenwart. Die pulsierende Londoner Jazz-Szene bringt mit Seed Ensemble und Oscar Jerome energetischem Afro-Jazz, Soul und Funk in den Hafen. Und Dinosaur um die Trompeterin Laura Jurd zeigt, dass rockiger Jazz auch ohne Gitarre funktioniert.

Ebenfalls über den großen Teich gehüpft: An den Tasten der erst 18-jährige Shooting-Star der US-Jazzszene Matthew Whitaker mit seinem Quartett.

Michelle David & The Gospel-Sessions liefern - wie der Name schon verrät - mitreißenden Gospel ab, der sich neben rauen Blues- und Soulelementen auch Afrobeat und Jazz bedient.

Mit denen ist die Freak-Show garantiert: Das Golden Dawn Arkestra beehrt uns mit einer ihrer spektakulären Performances, stilistisch angesiedelt irgendwo zwischen dem Erbe von Sun Ra, Disco Dancefloor und Weltraumerlebnis.

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