Kokoroko

Jazz Afrobeat
© Jazz Re:freshed
© Jazz Re:freshed

Die Londoner Szene birst nur so vor atemraubenden Talenten. Was vor 30 Jahren Hip-Hop war, ist heute dort der Jazz: Musik, in der sich junge Menschen austoben, ohne Scheu, Grenzen zu überschreiten. Eine der aufregendsten neuen Bands ist Kokoroko („Sei stark!“ in einem nigerianischen Dialekt). Gleich ihre erste Veröffentlichung, das wunderbar sanfte „Abusey Junction“, wurde mehr als 14 Millionen Mal auf Youtube angesehen.

Das Kollektiv, zumeist zu acht unterwegs, spielt eine raue und doch ungemein soulige Version des von Fela Kuti geprägten Afrobeat. Ihre Spezialität sind die „Soul-shaking“ Bläser, die mit westafrikanischen Rhythmen und Londoner Jazz-Grooves für ekstatische Publikumsreaktionen sorgen. Und: Kokorokos Bläsergruppe ist ausschließlich weiblich, angeführt von Trompeterin und Bandchefin Sheila Maurice-Grey. Ob dem Über-Macho Fela Kuti das gefallen hätte?